Das Ende der Angst

Durch anhaltende Auslandseinsätze der Bundeswehr ist Zeitungsberichten zufolge die Zahl der traumatisierten Soldaten im letzten Jahr weiter gestiegen. Die Zunahme der diagnostizierten Fälle stellt nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die Medizin vor neue Herausforderungen. Denn die Langzeitfolgen für die Betroffenen und die Gesellschaft sind nicht zu unterschätzen. Die Dokumentation von Filmemacherin Sonja Hachenberger stellt verschiedene Therapieansätze vor und zeigt, wie weit die Wissenschaft inzwischen in der Lage ist, menschliche Erinnerungen zu manipulieren oder gänzlich zu löschen.

Der Film „Das Ende der Angst“ nimmt uns mit auf eine Reise – wir erfahren von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Hirnforschung:  wie unser Gehirn Erinnerungen abspeichert, wo genau Forscher ansetzen und welche Möglichkeiten es gibt dem Schrecken ein Ende zu setzen. Am European Neuroscience Institut in Göttingen hat der junge Wissenschaftler André Fischer ein Enzym entdeckt, das für die Speicherung der Angst im Langzeitgedächtnis verantwortlich ist. Ein einfaches Medikament soll in Kanada Menschen von traumatischen Erinnerungen befreien. Der Psychologe Alain Brunet führt dazu eine klinische Studie durch – mit großem Erfolg. Ein ganz anderer Ansatz wird in München verfolgt – Traumatherapie mit einfachen Augenbewegungen, Eyes Movement Desensititaion and Reprocessing, kurz  EMDR. Gemeinsam haben alle Therapien: Die ursprünglich negative Erinnerung soll manipuliert, Menschen von ihren qualvollen Erinnerungen befreit werden.